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Peter L 08.08.2019 04:38

Falsche Amazon-Bestellung unter meinem Namen, wie weiter?
 
Hallo,

ich hoffe ich bin hier richtig und ihr könnt mir irgendwie helfen.

als ich gestern Abend, am 7. August, nach Hause gekommen bin, habe ich meine Emails bei GMX durchgesehen und dabei eine Email mit Inhalt betr. Password-Rücksetzungs-Anforderung bei Amazon gesehen, die ich mir nicht erklären konnte. Daraufhin habe ich die URL von Amazon in ein neues Tab eingegeben und wollte mich bei meinem Konto anmelden um zu prüfen ob dort etwas gewesen ist. Beim Anmelden hatte ich Probleme, kann sein, ich hatte das richtige Password vergessen oder es wurde geändert. Daher habe ich es vom Kundendienst zurücksetzen lassen und habe mich dann angemeldet sowie meine Bestellungen überprüft. Hierbei habe ich zwei Bestellungen im Wert von zusammen 50 Euro festgestellt, die gestern ausgelöst wurden, aber nicht von mir stammen. Zumindest bei einer davon war die Lieferadresse unverändert.

Ich rief daraufin erneut den Kundendienst an und meldete dies. Daraufhiin konnte eine Bestellung noch storniert werden, die andere nicht. Der Mitarbeiter will den Fall zwecks Überprüfung an seine Kollegen weiterreichen und meinte, so etwas würde gemacht werden um eine bessere Bewertung zu erreichen.
Gleichzeitig sperrte er das Konto vorübergehend.

Ein Anruf bei der Polizei ergab, dass mein GMX-Konto wohl gehackt worden wäre und ich alle meine Firmenbestellkonten und Bankkonten sperren lassen und den Computer und vermutlich wohl auch den Router von einem Computerservice auf Schadprogramme überprüfen lassen soll. Die Anzeige bei der Polizei hätte noch etwas Zeit. Also alle Passworte ändern und dabei aber nicht meinen Computer verwenden, vielleicht hat der Polizist einen Tastatur-Logger vermutet, kannte sich aber nicht so aus.

Eine Überprüfung bei der kriminalpolizeilichen Forensik kommt wohl nur bei einem Kapitalverbrechen in Betracht?

Meine Hausrat- und Haftpflichtversicherung kann ich heute erst kontaktieren, weiss garnicht, ob die soetwas abdeckt. Wer weiss denn, wer da was und wo noch bestellt hat...

Müsste ich jetzt auch GMX informieren?

Ich muss sagen, das ich meinen Haupt-PC derzeit unter Arch-Linux laufen lasse und jetzt von meinem Laptop mit Manjaro Linux schreibe. Einen anderen Router nutze ich jetzt auch. Ich habe auf mein GMX und wahrscheinlich auch mein Amazon-Konto aber auch schonmal von Arbeit oder der Wohnung meiner Mutter aus zugriffen.

Wie kann/sollte da die weitere Vorgehensweise und eine Schadensanalyse, Schadensbegrenzung, -bekämpfung stattfinden?

Ich brauche irgendeinen guten Plan, bin aber selbst noch geschockt und war nach der Arbeit zu müde, so dass ich erstmal den PC ausgeschaltet und geschlafen habe und nun erst langsam dazu komme, das Problem irgendwie anzugehen...

Wäre nett, wenn ihr mir helfen könntet und vielen Dank im voraus.

Peter

cosinus 08.08.2019 09:51

Zitat:

Eine Überprüfung bei der kriminalpolizeilichen Forensik kommt wohl nur bei einem Kapitalverbrechen in Betracht?

Meine Hausrat- und Haftpflichtversicherung kann ich heute erst kontaktieren, weiss garnicht, ob die soetwas abdeckt. Wer weiss denn, wer da was und wo noch bestellt hat...
Wegen eines Schadens von 50 € werden die bestimmt kein Sondereinsatzkommando ins Leben rufen...und ob du die Hausratversicherung wegen dieses fast lächerlichen Betrages behelligen willst sei dir überlassen, Fragen schadet zumindest nicht. :kaffee:

Zu GMX: umgehend das Passwort ändern. Und zusehen, dass man für jedes Online-Konto ein eigenes starkes Passwort hat. Und EBEN NICHT überall dasselbe Passwort verwendet.

Peter L 08.08.2019 12:50

Zitat:

Zitat von cosinus (Beitrag 1720737)
Wegen eines Schadens von 50 € werden die bestimmt kein Sondereinsatzkommando ins Leben rufen...und ob du die Hausratversicherung wegen dieses fast lächerlichen Betrages behelligen willst sei dir überlassen, Fragen schadet zumindest nicht. :kaffee:

Mir kommt der Schaden auch sehr gering vor für solch kriminelles Verhalten, normalerweise würde man doch einen größeren Schaden vermuten und auch nicht, dass die Ware zu mir nach Hause geschickt wird, wo ich die Abnahme verweigern kann und dies auch bereits getan habe.

Ich hatte ja mehr Schaden befürchtet und auch bei anderen Firmen zusätzlich...

Wie es jetzt für mich aussieht, hat wohl einer meiner Kollegen eine merkwürdige Art von Humor gehabt und/oder wollte mir nur zeigen, was passieren kann, wenn man kurz das Büro verlässt und vergisst den PC zu sperren.

Eine Anzeige bei der Internetwache Berlin(Polizei) habe ich nun schon gestellt, aber ob die was unternehmen?

cosinus 08.08.2019 13:07

Wie jetzt? Du weißt wer das war und dass es eine Art schlechter Scherz gewesen ist? :wtf:

Falls ja: Anzeige zurücknehmen.

Peter L 08.08.2019 13:16

Zitat:

Zitat von cosinus (Beitrag 1720741)
Wie jetzt? Du weißt wer das war und dass es eine Art schlechter Scherz gewesen ist? :wtf:

Falls ja: Anzeige zurücknehmen.

Ich arbeite in einem Großraumbüro und könnte mir vorstellen, dass es möglichweise einer von den Kollegen gewesen sein könnte, aber nicht welcher und kann nur vermuten, dass es ein schlechter Scherz war. Ist ja auch nicht gesagt, dass dies jetzt alles war, was gemacht wurde.

Ausserdem habe ich die Information bei der Internetwache so verstanden, dass sich eine Anzeige nicht zurücknehmen lässt.

Darklord666 09.08.2019 18:09

Zitat:

Zitat von Peter L (Beitrag 1720742)
Ich arbeite in einem Großraumbüro und könnte mir vorstellen, dass es möglichweise einer von den Kollegen gewesen sein könnte, aber nicht welcher und kann nur vermuten, dass es ein schlechter Scherz war. Ist ja auch nicht gesagt, dass dies jetzt alles war, was gemacht wurde.

Ausserdem habe ich die Information bei der Internetwache so verstanden, dass sich eine Anzeige nicht zurücknehmen lässt.

Das würde ich an deiner Stelle auch lassen. Ich habe ein ähnliches Erlebnis im Sommer letzten Jahres gehabt.
2 Amazonbestellungen die nicht von mir kamen wurden per GMX bestätigt. Ich habe das erst für Phishing gehalten aber die 1.Bestellung (ein sehr teurer Kopfhörer) wurde AN MEINE ADRESSE geliefert.
Da hab ich nicht schlecht gestaunt und dann Amazon kontaktiert. Die haben ermittelt und einen Fremdzugriff auf mein Konto festgestellt. Jemand hatte in meinem Konto eine Kreditkarte hinterlegt und darüber die Bestellungen abgewickelt. Das die zu mir nach Hause kamen war vermutlich nicht geplant. Der Empfänger lt. Mail hieß "Manfred Maus" (alles klar). Die 2. Bestellung (ein Iphone) wurde seitens Amazon storniert. Der Kundendienst war sehr kompetent und hat fantastisch reagiert. ich hatte keinen Schaden. Habe natürlich mein (starkes) Passwort geändert aber ich vermute stark, dass einfach Amazon gehackt wurde. Vermutlich von einem recht unprofesionellen Hacker. Hat mich schon Nerven gekostet, diese Aktion.:wtf:


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