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Prekxx 05.08.2013 17:12

Lohnt sich der "Kampf" noch?
 
Hallo,

ich habe ein ziemliches Problem mit meinem Lifebook C1020, weiß ein total altes Gerät, aber eigentlich macht es alles was es soll. Ich brauche kein High-End Gerät und deswegen hänge ich noch ein bisschen an dem kleinen. Bis ich mir etwas vernünftiges Leisten kann, würde ich das Laptop noch behalten. Aber leider macht es mir das Leben zur Hölle.

Die Daten sind identisch mit dem auf dem Datenblatt:
hxxp://www.chip.de/preisvergleich/6114/Datenblatt-Fujitsu-LifeBook-C-1020.html

Das Problem fängt erst an, wenn ich nach dem Start irgendwelche Programme(Firefox etc.) starten möchte, brauch der Laptop erstmal seine paar Minuten um dieses zu öffnen. Das Hochfahren klappt gut und dauert nicht lange.
Bis das Programm bzw. Firefox hochgeladen ist können schon einmal 5 min vergehen, erst dann kann ich surfen aber keine komplexen Seiten aufrufen, sonst hängt es sofort und brauch ca. 10 min um wieder zu funktionieren.

Sobald ich z.B FireFox & ein andere sPorgramm geöffnet habe, kann ich es sofort vergessen und brauch gar nicht mehr daran zu denken, noch irgendwas an dem laptop machen zu vollen.

Lohnt es sich da noch irgendwie Arbeit/kleines Geld zu investieren? Das der Laptop so langsam war, war vorher noch nicht, erst nach laufe der Zeit, ich habe den Laptop ca. 2-3 Jahre.

Kennt ihr irgendwelche Tricks?

HardStylerx3 05.08.2013 17:32

wie wärs mit neu aufsetzen?

Mirko 05.08.2013 21:58

Kommendes Jahr wird der XP-Support eingestellt.
Bis dahin könnte sich ein RAM Upgrade lohnen: Das C1020 kann laut Datenblatt 1GB, also deutlich mehr als die vom Hersteller eingepflanzten 256 MB (entw. 512 MB dazu oder gleich 2 x 512 MB).
Wie voll ist die Festplatte? Eine etwas größere (40 oder 80 GB) könnte sich noch lohnen und ließe sich nach einem späteren Wechsel auf ein aktuelleres Notebook wieder ausbauen und in einem USB-Gehäuse als externer Speicher weiterverwenden.

HardStylerx3 05.08.2013 22:22

hast du den laptop neu gekauft vor 3 jahren?

Prekxx 06.08.2013 07:12

danke für die Antwort, leider finde ich die Installationscd nicht mehr, ich habe den Laptop gebraucht von einer Freundin geschenkt bekommen.

Kann ich als Laie die selber einbauen also die Festplatte und das RAM-Upgrade & worauf muss ich beim kauf achten?

HardStylerx3 06.08.2013 07:47

da lohnt sich kein upgrade mehr würde ich sagen da nächstes jahr sowieso der support für xp eingestellt wird und ja ist einfach vorbei für den laptop ich weis garnicht wie du es mit der krücke aushälst :D

Fragerin 06.08.2013 08:04

Ich schätze, wenn man da Debian mit LMDE oder so drauf installiert, kann man damit noch arbeiten. Keine Spiele spielen oder anspruchsvolle Programme benutzen, aber Internet lesen, Texte bearbeiten, auch Bilder, denke ich schon.

Mirko 06.08.2013 12:45

Zitat:

Zitat von Prekxx (Beitrag 1126603)
Kann ich als Laie die selber einbauen also die Festplatte und das RAM-Upgrade & worauf muss ich beim kauf achten?

Die RAM-Module müssen zum C1020 passen und die Festplatte auch (wahrscheinlich normale 2,5"-Platte). Vielleicht mal bei Fujitsu-Siemens oder im Amilo-Forum forschen, im Zweifel aufmachen und reinschauen oder zum Händler tragen.

Das Durchführen der Upgrades geht nicht eben mal auf die Schnelle, ist aber auch kein Hexenwerk: Bei meinem (nicht mehr vorhandenem) FS-Notebook und bei meinem jetzigen Notebook (aus 2006) waren/sind an der Unterseite kleine Deckel vorhanden die den Zugang zum Einbauplatz der Festplatte und den Speicher-Steckplätzen ermöglichen.
Es läßt sich auch die gesammte Unterschale, also die untere Gehäusehälfte abnehmen. Wenn das gemacht werden sollte kann man bei der Gelegenheit auch gleich die CPU-Lüftungswege von Staub befreien (Pfeifenreiniger).
Die Anschaffung eines hochwertigen Schraubendrehers (meist Kreuzschlitz) lohnt sich und Konzentration und eine ruhige Umgebung sind hilfreich: Denn auf dem Teppich ist so ein kleines Schräubchen nur schwer wieder zu finden und sollte eines ins Gerät hineinfallen kann es sich dort drinnen dauerhaft verklemmen!

Die RAM-Module sind in klappbare Führungen eingesteckt, die von Rastnasen horizontal verankert werden. Zum Ausbau eines Moduls müssen die Rastnasen zunächst entriegelt und dann die Führung etwas aus dem Notebook heraus geklappt werden. Dann läßt sich das Modul herausziehen. Wie es genau geht hat sich mir damals beim Anschauen erschlossen, sicherlich findest Du auch bebilderte Anleitungen im Internet.

Die Festplatte war bei meinem Notebook in ein dünnes Blechrähmchen geschraubt. Zum Ausbau muß zunächst die Verschraubung dieses Rähmchens zum Notebook gelöst werden. Dann läßt sich das Rähmchen zusammen mit der Festplatte von der Steckverbindung lösen (vorsichtig horizontal weghebeln). Das Rähmchen wird dann von der alten Festplatte abgeschraubt (besonders kleine Schräubchen!) und an die neue Festplatte angeschraubt. Dann wird die neue Festplatte mit dem alten Rähmchen ins Notebook eingebaut.

Das Betriebssystem (also alles unter "C") hatte ich vorher als Image auf eine externe USB Festplatte schreiben lassen. Hierfür habe ich passende Software vom Hersteller meiner neuen Festplatte verwendet (Seagate DiscWizard).


Für das "Zurückspielen" des Images auf die neu eingebaute, leere Festplatte gab es dann zwei Möglichkeiten:
  1. Vorübergehend das "nackte" Betriebsystem von CD installieren, und gleich danach die Imaging-Software (in meinem Fall also Seagate DiscWizard). Dann die externe USB-Festplatte anschließen, die Imaging-Software starten und damit das vorübergehend installierte mit dem dem Image von der externen Platte überschreiben.
  2. Noch von der alten Konstellation aus eine Start-CD mit der Imaging-Software erstellen (bei Seagate Bootable Media Builder). Mit dieser CD kann das Notebook auch mit leerer Festplatte gestart und dann das externe Image auf die neue , leere Festplatte "zurückgespielt" werden.
Man könnte auch einen "USB <=> Festplattenadapter" beschaffen und damit die neue Festplatte ans Notebook anschließen um die (noch eingebaute) alte Festplatte auf die Neue zu klonen (geht auch mit Seagate DiscWizard).

Nach einem Neustart ist dann alles so, wie es auf der alten Festplatte war, nun auch auf der neuen. Ich hatte die alte Festplatte zunächst ein paar Wochen unberührt aufbewahrt um bei eventuellen Problemen immer zum alten Stand zurück wechseln zu können.
Später habe ich sie zum Experimentieren mit neuen Betriebssystemen verwendet (W7, W8).
Das erstellen des Image und das zurückspielen wird ein oder zwei Stunden dauern. Für RAM und Festplatte nimm' Dir Zeit, beim ersten Mal wirst Du ~ eine Stunde brauchen.

Da ich es nun mehrmals erwähnt habe noch ein Hinweis zu Seagate DiscWizard: Dieses Tool funktioniert nur, wenn zumindest eine der Festplatten von Seagate oder Maxtor ist. Andere Hersteller bieten aber ähnliche Tools für ihre Festplatten zum Download an.

cosinus 06.08.2013 14:29

Zitat:

Zitat von Prekxx (Beitrag 1126321)
Lohnt es sich da noch irgendwie Arbeit/kleines Geld zu investieren? Das der Laptop so langsam war, war vorher noch nicht, erst nach laufe der Zeit, ich habe den Laptop ca. 2-3 Jahre.

Kennt ihr irgendwelche Tricks?

Bevor man an eine Hardwareaufrüstung von (ur-)altern Rechnern denkt, sollte man vllt mal schauen ob das Gerät an für sich noch (stabil) läuft. Also Betriebssystem mal sauber neu installieren.

Hat das Teil nur 256 MB RAM? Dann würd ich allein schon deswegen kein WinXP nehmen, lieber sowas wie Debian mit LXDE (wie Fragerin schon erwähnte) oder etwas ähnlich schlankes wie zB Lubuntu.

jrahe 07.08.2013 06:37

Hallo Prekxx,
...viele Kommentatoren = viele Meinungen :)

Darum auch meine kurze Einschätzung, ob sich "dieser Kampf" noch lohne:

=======================================
a) in erster Linie abhängig von deinem Nutzerprofil, also vom vorgesehenen Einsatzzweck.
- für "einfache" Anwendungen wie Texte, Fotos, Internet = JA
- für "komplexe" Anwendungen wie (neue) Spiele, Video = NEIN


=======================================
b) zum Thema "Aufrüsten": wichtig ist RAM, nicht Festplatte

- neuer RAM lohnt bei relativ geringem Preis und hoher Wirkung
(512 MB SDRAM PC133 144pin kosten in der Bucht ca. 10 - 12,- und 1 GB ca. 15,-)

- neue Festplatte lohnt sich NICHT, da 20 GB völlig ausreichen für Win XP
bei größerem Platzbedarf (z.B. für Daten, Medien, Musik) würde ich lieber eine externe Festplatte dazukaufen.


=======================================
c) warum so langsam ???

- wenn die genutzten Programme wie z.B. Firefox laufend aktualisiert wurden, so sind diese mittlerweile sehr "speicherhungrig" geworden im Vergleich zur Zeit des Baujahr deines Laptops.
Als Beispiel belegt bei mir der aktuelle Opera-15 Browser beim Start 800 MB (!) im RAM, ohne das damit gearbeitet wurde.
Beim Starten solcher Programme muß dein Laptop sehr viele Daten in die Auslagerungsdatei "schaufeln", da du aktuell nur über 256 MB RAM verfügst, was natürlich Zeit kostet.
=> hier hilft mehr RAM oder die Nutzung von schlanken Alternativen
(z.B. Foxit statt Akrobat Reader für PDF, Midori statt Firefox, ...)

- wahrscheinlich ist die Festplatte stark fragmentiert
=> hier hilft das Defragmentieren (z.B. mit O&O Defrag) und die Nutzung mehrerer kleinerer Partitionen.
=> je kleiner C: ist und je mehr Daten auf andere Partitionen ausgelagert sind, desto weniger wird C: fragmentiert
=> optionaler Schutz des gesamten Systems auf C: mit dem Schreibschutz EWF

- wenig freier Platz auf der Festplatte
=> hier hilft das Auslagern (und Sichern) von Daten auf einem externen Medium


=======================================
d) Vorschläge zur Performance-Steigerung

- auslagern und sichern von Daten (Dokumente, eMails, Medien, etc.) auf externe Medien

- defragmentieren der Festplatte

- mehrere Partionen anlegen, z.B. C: 10 GB System, D: 4 GB Daten, E: 5 GB Medien, F: 1 GB Auslagerungsdatei

- auslagern der Auslagerungsdatei auf eigene Partition

- ersetzen von "speicherhungrigen" Anwendungen durch schlanke Alternativen

- Erweiterung des RAM auf 512 MB oder 1 GB

- Nutzung von EWF (enhanced write filter) => keine Fragmentation von C: mehr


=======================================
e) Alternativen zum aktuell installierten Win XP

- nLite kann die Win XP Installation drastisch verkleinern (setzt Original Installations-CD voraus)
Ich nutze auf meinem Dell D410 Win XP SP3 in einer mit nLite reduzierten Version auf einer 4 GB großen Partition, bei der noch über 1 GB frei sind. Installiert sind neben Firefox und Opera auch Zune, einfache Bildprogramme und avast als Virenscanner.

- alternativ ein einfaches Linux aufspielen
aber kein aktuelles Ubuntu o.ä., da diese Distributionen schon zu hohe Ansprüche stellen

Prekxx 07.08.2013 08:53

Eigentlich halte ich das nur aus, da es im Moment keine Alternative habe, aber schon am sparen für einen neuen bin, was hoffentlich in paar Monaten der Fall ist. Aber für die Zeit werde ich eure Tipps beherzigen. Danke

cosinus 07.08.2013 09:07

Wenn du dir eh was neues holen willst, wozu dann noch Geld in diese alte Kiste stecken?
Oder willst du den dann weiterverwenden als zusätzliches Gerät wenn der neue Rechner da ist?!

cosinus 07.08.2013 09:10

Zitat:

Zitat von jrahe
- mehrere Partionen anlegen, z.B. C: 10 GB System, D: 4 GB Daten, E: 5 GB Medien, F: 1 GB Auslagerungsdatei

Hi Jörg,

ist 10 GB nicht etwas zu wenig als Systempartition für WinXP? :wtf:
Gut, pagefile liegt auf einer anderen Partition (wenn man es denn umgestellt hat) aber 10 GB sieht ganz schön knapp aus

Wozu soll denn die 5 GB Partition für "Medien" sein?

jrahe 07.08.2013 09:45

Hallo Cosinus,
Zitat:

Zitat von cosinus (Beitrag 1127382)
...ist 10 GB nicht etwas zu wenig als Systempartition für WinXP?

nein, 10 GB sind nicht zu wenig, es kommt auf die Nutzungssituation und das entsprechende Konzept an.

10 GB reichen für Win XP Prof SP3 als System absolut aus... :)

Das, was den meisten Speicherbedarf auf der Systempartition anschließend ausmacht, sind "große" Programme wie z.B. avast (400 MB), Office-Paket (210 MB) oder Akrobat Reader (130 MB)

Ganz heftig sind auch solche "Synchronisations-Tools" für Handys:
- Zune für Windows Phone
- iTunes für iPhone/iPad
Diese legen gerne auf C: ihre Images ab (1-2 GB pro Image ist normal). Da kommen schnell 10 GB zusammen.
=> hier helfen dann oft nur noch "Hardlinks" auf andere Partitionen.

Wer nur die benötigten Programme installiert und nicht mehr benötigte wieder deinstalliert, sollte mit 10 GB in der Regel gut auskommen.
(...wir sprechen hier von einem "reduzierten" und optimierten Arbeits-, Medien- oder Internetrechner, nicht von einer Hochleistungsmaschine)

Beispiele aus der Praxis:
Ich selbst habe
- auf einem "alten" Datenserver Win XP SP2 inkl. MS Office auf 5 GB installiert, davon 2 GB noch frei
- auf einem "Medeinserver" Win XP SP3 inkl. Zune und Browsern auf 4 GB installiert, davon 1 GB frei
- meine Frau hat auf ihrem Laptop Win XP SP3 inkl. Office, Zune und iTunes auf 15 GB installiert, davon 10 GB frei

Zitat:

Zitat von cosinus (Beitrag 1127382)
...Wozu soll denn die 5 GB Partition für "Medien" sein?

...das war nur eine exemplarische Möglichkeit bei einer 20 GB Platte.
- die 5 GB Medien könnten z.B. für mp3 Songs oder Bilder genutzt werden
- durch die Trennung von Daten/Dokumenten und Medien könnte die regelmäßige Datensicherung vereinfacht werden.
- ebenso könnten die Partitionen auch ganz anders aufgeteilt werden, je nach individuellem Nutzungskonzept.
z.B. C: 10 GB System, D: 2 GB Daten, E: 3 GB Evernote, F: 3 GB Dropbox, G: 2 GB Auslagerung


EDIT:
Zum Prinzip der Trennung von System und Daten sowie der Nutzung mehrerer Partitionen s.a. folgenden Beitrag:
http://www.trojaner-board.de/137451-...ml#post1099330

cosinus 07.08.2013 10:00

Zitat:

Das, was den meisten Speicherbedarf auf der Systempartition anschließend ausmacht, sind "große" Programme wie z.B. avast (400 MB), Office-Paket (210 MB) oder Akrobat Reader (130 MB)
Das meinte ich ja, wenn Programme nachinstalliert werden, können die 10 GB eng werden

Zitat:

...das war nur eine exemplarische Möglichkeit bei einer 20 GB Platte.
- die 5 GB Medien könnten z.B. für mp3 Songs oder Bilder genutzt werden
Die kann man doch besser auf eine externe Platte mit mehr Speicher legen
Vllt könnte man sogar das gesamte Userprofil auf eine andere Partition legen.


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