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Freakay1980 01.11.2015 20:28

Linux Neuling sucht Hilfe (Installation / Erste Schritte)
 
Servus zusammen.

Im Moment geht mir Windwos mal wieder total auf den Senkel. Dauernd ist irgendwas, es nervt einfach nur noch. Ganz komme ich als Zocker aber (noch) nicht davon los, daher möchte ich jetzt Linux parallel betreiben.
Entschieden habe ich mich für die MINT-Distribution.
Zunächst habe ich meinen Rechner etwas aufgeräumt und dann defragmentiert. Anschließend habe ich dann eine neue Partition (100 GB) angelegt.
Als nächste machte ich eine USB Festplatte bootfähig und nach gefühlten Stunden bekam ich das ganze Gesocks auch gebootet. So weit, so gut.
Bei der Installation wird mir auch die neue Partition angezeigt - prima! Allerdings heißt es, dass Root-Dateisystem vorhanden wäre - doof!
Mir ist einigermaßen bewusst, dass ich nicht der erste mit dem Problem bin und es dazu sicher millionenfach Anleitungen gibt. Trotzdem hoffe ich, dass mir das nochmal kurz und verständlich erklärt werden kann.

Hachja, die ersten Schritte, oder? Ich komme mir schon ein wenig doof vor. Ich sitze da wie die Jungfrau vor dem Dildo. ABer irgendwann muss man mal anfangen und immerhin mag die ganze Sache dazu gut sein, mich irgendwann komplett von Windows abzuwenden.

Liebe Grüße.

Puh... gerade steig ich nicht durch.
Ich hatte in Windows eine neue Partition für Linux erstellt. Da kam dann aber die Fehlermeldung mit dem Bootloader.
Jetzt dachte ich bei mir "Okay, machste die Partition eben wieder weg und lässt das Linux selbst machen bei der Installation."
Bei der Installation wählte ich dann den Punkt "Daneben installieren", allerdings wird mir da als Laufwerk nur die USB-Festplatte gezeigt. Natürlich will ich aber Linux auf eine eigene Partition auf der internen Festplatte installieren.
Ich weiß, ich stelle mich gerade echt an. Die Dokumentation hilft mir da gerade nicht wirklich weiter.

cosinus 01.11.2015 23:37

Hi,

lies doch einfach mal die richtigen Dokumentationen:

https://wiki.ubuntuusers.de/einsteiger
https://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_Installation

Dass in Windows vorher was machen musst, ist in den seltensten Fällen notwendig.

W_Dackel 01.11.2015 23:48

Ich habe kein Mint- aber: nochmal Win aufräumen, defragmentieren, dann Mint von CD installieren und "Dual Boot" wählen- müsste automatisch gehen, er müsste dann nur noch abfragen wie viele Gig du dem Linux geben willst.

Als Zocker bist du auf absehbare Zeit noch an Windows gefesselt. Da hast du leider Recht, aber anscheinend bewegt sich da schon ein wenig was in die richtige Richtung.

iceweasel 02.11.2015 12:47

Ich wollte etwas zu dem Thema schreiben. Erst mal geht es um die Grundeinstellung. Einerseits verfluchst du Windows und auf der anderen Seite hindert dich deine aktuelle vorhandene Windows-Installation an einen Umstieg auf Linux. Natürlich darfst du während der Installation die USB-Platte nicht angeschlossen haben und wenn du schlau bist gehst du in einen Laden und kaufst dir eine Festplatte, die du immer dann alleine ankabelst, wenn du Linux nutzen möchtest. Bei Windows umgekehrt. Dann hast du eine gerechte Vorraussetzung für Linux. Natürlich kannst du Linux nebenbei installieren. Aber falls dir dann Mint den MBR mit GRUB zerlegt und auch dein Windows nicht mehr läuft dann fluche bitte nicht über Linux, sondern darüber, dass du meine Warnung ignoriert hast.
Auch kannst du ein altes Testsystem nehmen. Linux Mint (Ubuntu) oder auch LMDE2 (Debian) brauchen kaum Speicher. Ich denke ein ca. 10 Jahre altes System wird ausreichen. Lass dir doch einen Rechner schenken und übe damit.
Dann noch zur Distribution. Linux Mint (Ubuntu) ist eine gute Wahl. Auch wenn ich persönlich auf Debian (LMDE2 bzw. echtes Debian) setze ist Ubuntu ein guter Einstieg. Aber wenn mal etwas nicht funktioniert wechsel bitte nicht jeden Tag die Distribution. Bei Windows hattest du ja auch keine Alternativen.

Bedenke auch, dass Linux ein vollkommen anders Konzept hat. Es wird Dinge geben, die es nicht mehr gibt. Beispiel sind hier Spiele, die dir sowieso nur Zeit kosten. Auch wirst du nicht mit MS Office arbeiten können, sondern nur mit LibreOffice. Auch gibt es nicht Photoshop sondern z.B. Gimp usw. Das sollte dir alles klar sein.
Es gibt auch gute Dinge bei Linux. Z.B. brauchst du keinen Virenscanner und auch dieses Forum nicht mehr. Es behandelt Probleme, die es unter Linux gar nicht gibt. Die Paketverwaltung nutzt z.B. durchgängig Prüfsummen. Kennst du von Windows nicht. Das ist wohl der Grund warum Windows so unsicher ist und hier so viele Malware auf ihren Rechnern haben.

Insgesamt solltest du nicht sehen was du an Windows vermisst, sondern was du mit Linux gewinnst. Sonst wirst du irgendwann wie ein Großteil zu Windows zurückkehren und sagen Linux kann doch viele Dinge nicht. Das stimmt. Aber es kann auch viele Dinge, die Windows eben nicht kann. Aber diese wirst du erst langsam selbst erarbeiten müssen. Über wie viele Jahre hast du Windows "gelernt"? Es könnte sein, dass du bei Linux ähnlich lange brauchst.

Fragerin 02.11.2015 12:55

Wie soll er den zur Installation seine USB-Platte abstöpseln, wenn er darauf sein Installations-ISO-Image hat?
Ich hätte ja einen Stick (oder eine DVD) genommen, aber...

W_Dackel 02.11.2015 12:58

Ich kann Iceweasels Erfahrungen nicht teilen. Ich nutze seit > 15 Jahre OpenSuse (eine andere "Anfängerdistribution" die es vor Ubuntu (Mint ist eine Ubuntu Variante) gab) ohne Probleme als "Dual Boot" gemeinsam mit Windows auf der selben Festplatte.

Allerdings habe ich der Einfachheit wegen immer von CD installiert, von USB Stick bisher noch nicht. Daher mein Tipp am Anfang die CD zu verwenden (oder einen Stick mit mind. 4 GB) so dass das Risiko eine externe Platte zu "plätten" nicht mehr besteht. Die Linuxinstallationsprogramme erkennen die Windows Installation und bauen diese automatisch in den Bootloader (GRUB2) ein. Umgekehrt natürlich nicht, wer Windows neu installiert verliert den GRUB und muss ihn nachinstallieren.

Fragerin 02.11.2015 13:26

Wenn man schon irgendwo Linux zur Verfügung hat hat, ist ein Stick von Ubuntu oder Debian heute genau so einfach zu erstellen wie eine DVD oder sogar noch einfacher, nämlich mit dem cp-Befehl.
Unter Windows allerdings hätte ich früher unetbootin benutzt und das soll wohl nicht mehr so gut funktionieren.

cosinus 02.11.2015 13:58

Zitat:

Zitat von Fragerin (Beitrag 1531001)
..., nämlich mit dem cp-Befehl.

Mit cp, wie soll denn das gehen :wtf: cp macht doch nix bootfähig :kaffee:

Ganz einfach und stumpf wäre ein dd oder pv des ISO-Abbildes auf das devicefile des Sticks. Aber mit cp kenn ich das nicht.

Zu unetbootin kann ich kaum noch was zu sagen, ich glaube unter Windows nutzen einige Kollegen hier eher Rufus. Und unter Ubuntu kann man ja wie eben schon gesagt den Weg mit dd oder pv bestreiten oder nimmt den Startmedienersteller.

Fragerin 02.11.2015 14:33

linux - cp command to make bootable iso image usb - Super User

Funktioniert meiner Erfahrung nach problemlos. Wichtig ist, das ganze Device (normalerweise /dev/sdc) ohne Partitionsziffer anzugeben.

unetbootin habe ich früher unter Windows und Linux gern genutzt, und in letzter Zeit funktioniert es nicht mehr richtig.

cosinus 02.11.2015 14:49

Achso, auf das devicefile...dann ist das ja wie dd oder pv.
Ich dachte du kopierst das ISO-File ins Dateisystem auf dem Stick.

Fragerin 02.11.2015 14:52

Treibt aber den Adrenalinspiegel nicht so hoch wie dd - obwohl man in echt natürlich genau das Gleiche macht und auch genausoviel kaputt machen kann.

cosinus 02.11.2015 14:59

Wenn du ne Fortschrittsanzeige willst, nimmste pv statt cp oder dd:

Code:

pv isofile.iso > /dev/sdX
:blabla:

Fragerin 02.11.2015 15:06

Dankeschön... und sorry an den Threadersteller, dass wir so weit von seiner Frage abgewichen sind! Ein Startmedium ist ja bei ihm vorhanden. Bloß woran sein Problem liegt, weiß ich nicht.

Freakay1980 02.11.2015 19:35

Kein Problem. Ich finde die Nebenschauplätze durchaus interessant. Jede neue Info ist eine gute Info, auch wenn ich sie akut nicht verwenden kann. :-P

@ice
Du, ich bin mir der pros und contras von Linux durchaus schon lange bewusst. Dass auch mal etwas kaputt gehen kann ist klar. Das passiert aber auch ohne Linux. Windows schafft das prima auch solo. Und langfristig erwarte ich mir mit Linux weniger Probleme als mit Windows.
Warum du meinst, dass ich von einer Distri zur nächsten hüpfe erschließt sich mir nicht. Ich habe mich über verschiedene Distributionen informiert und Mint war mir am sympathischsten für den Anfang. Die Präferenzen mögen sich irgendwann ändern und mit ihnen dann auch die Distribution.
Zumal ich mich ausdrücklich nicht von Windows abwende. Windows hat immernoch seine Daseinsberechtigung (bei mir). Ob und wenn wann sich das ändert vermag ich jetzt natürlich nicht zu sagen.
Übrigens bezeichne ich mich zwar als "Zocker", aber nicht Hardcore. Ich arbeite mit meinem System auch.
Also, keine Sorge. Ich weiß was ich will und was ich tue... lerne ich noch, quasi nebenbei. :-P

@cosinus
Deine Links kenne ich freilich. Um diese Dokumentation kommt man bei der Recherche ja nicht herum. Sie helfen nur nicht.

Wie gesagt, ich habe Linux auf einer externen Festplatte bootfähig gemacht. Keine Probleme dabei. Eine DVD habe ich nur nicht genommen, weil ich gerade keine da habe und nicht spontan in einen entsprechenden Laden kam. Und mein USB Stick... ist irgendwo, kein Schimmer. Hat vielleicht der Hund gefressen.

DIe aktuelle Situation ist so, dass ich 2 Festplatten in meinem Rechner habe. Die große mit 500 GB (Windows) und die kleinere (alte, für Datenbackups etc). Die kleine habe ich nun leergeräumt und frisch formatiert. Da sollte jetzt Linux drauf.
Bei der Installation (Dual Boot bzw "daneben installieren") wird mir diese aber nicht angezeigt. Auswählbar ist alleine die USB-Festplatte.

cosinus 02.11.2015 21:01

Zitat:

Zitat von Freakay1980 (Beitrag 1531100)
@cosinus
Deine Links kenne ich freilich. Um diese Dokumentation kommt man bei der Recherche ja nicht herum. Sie helfen nur nicht.

Die beiden von mir verlinkten Artikel behandeln wirklich nur für die wichtigsten Einsteigerfragen.
Wer mehr wissen will muss auch mal mehr in der Dokumentation suchen.
Ubuntu und allgemein Linux - ich wüsste nicht welche Software besser dokumentiert ist - sind sehr gut dokumentiert. Was Microsoft manchmal dagegen an Dokumenation abliefert für seine Software an ein Milliardenpublikum und entsprechender Kohle dahinter ist schon ein Witz.

Aber nun zurück zum Problem:

Zitat:

Zitat von Freakay1980 (Beitrag 1531100)
Bei der Installation (Dual Boot bzw "daneben installieren") wird mir diese aber nicht angezeigt. Auswählbar ist alleine die USB-Festplatte.

Das kann so schonmal garnicht sein...

Wenn dir nix anderes angezeigt wird, werden die Platten von deinem Computer schon nicht erkannt. Die Platten selbst sollten in gparted oder dem Partitionssetup im Installer von Ubuntu bzw. Linux Mint immer auftauchen. Und notfalls sieht man die auch in der Konsole mit entsprechenden Befehlen.

Wenn Linux außer der externen Platte keine anderen Laufwerke anzeigt, hast du ein anderes Problem. Der Installer erkennt zudem IMMER ein parallel installiertes Windows. Ich glaub da jedenfalls so nicht dran. Starte dein Mint-Setup nochmal, öffne gparted und mach nen Screenshot davon.

Freakay1980 02.11.2015 21:41

Zitat:

Die Platten selbst sollten in gparted...
Japp, dachte ich mir auch, sind sie dann auch, in gparted zumindest.

Zitat:

...oder dem Partitionssetup im Installer von Ubuntu...
Da leider nicht.

Zitat:

...bzw. Linux Mint immer auftauchen.
Da wiederum schon.

Nur der Installer lässt mir keine Auswahlmöglichkeit, außer eben der USB-Festplatte.

Zitat:

hast du ein anderes Problem.
Mag sein. Bei "Rechner" tauchen brav alle Partition zwar auf, ich kann aber teilweise nicht darauf zugreifen, weil die Volumen nicht eingehängt sind und ich kein root bin.

Zitat:

Der Installer erkennt zudem IMMER ein parallel installiertes Windows.
Ja doch, das schon. Wenn ich unten auf "weitere Optionen" klicke werde auch alle Partitionen/Festplatten angezeigt. Nur kann ich sie nicht auswählen, um Linux dann dort zu installieren.

Oder habe ich jetzt den größten Denkfehler seit der Annahme, dass Zitronenfalter Zitronen falten?
Ich schau mal eben rüber und mache ein paar Screenshots.
Momentchen bitte.

cosinus 02.11.2015 21:48

Und genau deswegen solltest du die Anleitung lesen... => https://wiki.ubuntuusers.de/Ubuntu_Installation

Runterscrollen bis "Manuelle Partitionierung"

Vorhandene Windows-Partitionen auf der alten Platte vorher löschen und vom Setup neu erstellen lassen.

Den Bootloader auf die Platte installieren, auf der auch Windows ist. Müsste /dev/sda sein, während deine neue Linux-Installation auf ne Partition in /dev/sdb sein dürfte (sda = erste Platte, Windows 7/8/10 wären dann auf /dev/sda1 und /dev/sda2)

Freakay1980 02.11.2015 23:32

Okay, da bin ich wieder.

Zitat:

Runterscrollen bis "Manuelle Partitionierung"
Ich dachte halt ernsthaft, ich müsse "daneben installieren" auswählen. Und ganz im ernst, meine zweite interne Festplatte wurde mir da nicht zu Auswahl gestellt.

Ich habe jetzt nochmal manuelle artitionierung probiert. Was mich zum Beispiel die ganze Zeit verwirrt hat war, dass die USB Festplatte als zwei Partitionen angezeigt wurde. Ich wusste irgendwie nicht mehr, was letztendlich was ist.

Bei der "manuellen Partitionierung" (die ich auch schon probiert hatte), wurde mir jetzt die zweite interne Platte angezeigt. Ich dachte an diesem Punkt eben: Anklicken und installieren -> Fertig. Okay, so läuft es eben doch nicht.

Letztendlich habe ich es aber geschafft und Linux wurde installiert. Nur der Bootloader ist irgendwie... weg, oder gar nicht oder woanders installiert worden.
Musste ins Boot Menü beim Startup und konnte Linux dann auch hochfahren. Die Sache mit dem Bootloader bekomme ich bestimmt auch noch hin.

cosinus 03.11.2015 09:39

Zitat:

Zitat von Freakay1980 (Beitrag 1531222)
Ich dachte halt ernsthaft, ich müsse "daneben installieren" auswählen. Und ganz im ernst, meine zweite interne Festplatte wurde mir da nicht zu Auswahl gestellt....

(...) Was mich zum Beispiel die ganze Zeit verwirrt hat war, dass die USB Festplatte als zwei Partitionen angezeigt wurde. Ich wusste irgendwie nicht mehr, was letztendlich was ist.

Du hast da halt keine Standardkonfig. Die einfachste Installationmethode geht halt aber AFAIK eben nur von einer Festplatte aus. Und Linux kann auch nix dafür, wenn deine externe mehr als eine Partition hat, es zeigt das nur so an wie es ist.

Zitat:

Zitat von Freakay1980 (Beitrag 1531222)
Anklicken und installieren -> Fertig. Okay, so läuft es eben doch nicht.
(...) Nur der Bootloader ist irgendwie... weg, oder gar nicht oder woanders installiert worden.

Ich hab hier irgendwie schon wieder den Eindruck, dass du die Dokumentation nicht richtig gelesen hast. Denn da steht alles drin, sogar bebildert wie so eine Installation abläuft. Und Mint ist da nicht anders als Ubuntu.

Freakay1980 04.11.2015 00:30

Ich kann ja verstehen, dass es sich s liest, als würde ich die Dokumentation nur überfliegen. War aber gar nicht so.

Ich habe jetzt alles nochmal von vorne gemacht und Linux neu installiert. Diesmal ist auch der Bootloader da, wo er hingehört und ich kann mir beim Start aussuchen, was nun gebootet werden soll.

Jetzt suche ich mir eine Einführung in die Grundlagen von Linux. Wie, was, wo und warum funktioniert. Eben alles, um möglichst bald auf eigenen Beinen zu stehen, ohne immer 10 Hilfeseiten offen haben zu müssen.
Zu Anfang hat das Ganze schon was von bömischen Dörfern, aber ich lasse mich gerne von den Vorteilen überzeugen.
Also... Daumen drücken. :-)

Als erstes schaue ich jetzt mal, ob alle Treiber stimmen. Oder stimmen die so oder so? Oder muss ich die erst runter laden? Oder sind die Pakete sogar schon vorhanden und ich muss sie nur installieren? :blabla:
Zur Not schlage ich hier zeitnah wieder auf, nachdem (doch, wirklich!) ich eine Dokumentation studiert habe.

Liebe Dank für die Mühe bis dahin und die Geduld. :dankeschoen:

Nachtrag:
Unter Windows würde man sich jetzt die neuesten Originaltreiber runterladen und installieren. Macht das unter Linux überhaupt Sinn?

W_Dackel 04.11.2015 09:07

Der Linux Kernel enthält die üblichen Treiber.

Oder kurz: solange alles läuft brauchst du dich nicht um Treiber zu kümmern.

"Runterladen und installieren" ist eh nicht: falls du "unübliche" Programme benötigst stellst du die dafür benötigten Online Repositories in deinem Paketmanager ein und installierst dann einfach über den Paketmanager.

Die grafische Oberfläche des Paketmanagers heißt unter Ubuntu glaube ich "Softwarecenter". Die "App Stores" der Handy / Tablet Betriebssysteme sind eine Variante dieses Konzepts. Sehr praktisch, ich hatte mich immer gewundert warum Microsoft nicht versucht etwas Ähnliches zu programmieren.

Fragerin 04.11.2015 10:59

Selbst wenn dir im Fenster "Einstellungen-Anwendungen und Aktualisierungen - Zusätzliche Treiber" etwas angezeigt wird, solltest du nicht unbedingt draufklicken. Die proprietären Treiber sind nicht immer besser als die freien. Die Hersteller machen sich nicht so viel Mühe mit dem Schreiben der Treiber für Linux, selbst wenn sie welche anbieten.

cosinus 04.11.2015 11:39

Ich installier seit 15.04 vivid auch keine proprietären Treiber mehr...

Freakay1980 04.11.2015 16:19

Ok, das überzeugt mich. Dann erspare ich mir das.

Zitat:

Oder kurz: solange alles läuft brauchst du dich nicht um Treiber zu kümmern.
Auch unter Linux bleibe ich ein Zocker. Daher schaue ich gerade, was es da gibt und dachte, dass die Originaltreiber da überlegen sind. Aber das sind wohl Überlegungen, die so unter Linux nicht zwingend notwendig sind.

Nachtrag:
Jetzt ist mir glatt Cinnamon abgestürzt und ich bekomme es nicht mehr zum Laufen. :headbang: Installiert hatte ich nur Skype und ein Spiel (PlaneShift). Im Recoverymodus habe ich es auch nicht wieder zum Laufen bekommen. Schon ein wenig merkwürdig.

W_Dackel 04.11.2015 19:18

Dann ist es jetzt Zeit für die Konsole und die Logdateien:

Mit Strg+Alt + F1 oder F2 oder .... kommst du auf die Textkonsole. Dort loggst du ein und wirst mit sudo su Admin. Dann googelst du auf dem Zweitrechner welche Logdateien es alles gibt (oder guckst mal in /var/log rein) und fängst an den Fehler zu suchen.

Da Skype nur unter Wine läuft habe ich das Spiel im Verdacht.

Fragerin 04.11.2015 20:13

W_Dackel, Skype hat eine Version für Linux, da braucht man kein Wine! Sieht etwas anders aus als die Windows-Version, aber funktioniert normalerweise.

W_Dackel 04.11.2015 20:23

@Fragerin:

Holmes würde jetzt schreiben "You see, my dear Watson, yet you do not observe..." ;)

Wenn du dir die Buchstaben, das "Rendering" und das Layout folgender Programme "für Linux" mal ansiehst, wirst du beobachten dass die "Linuxversion" auf Wine läuft- nur dass die Hersteller ein evtl. angepasstes Wine schon mitliefern und dem Kunden somit das das entsprechende Wine- Gefrickle ersparen:

Skype, Cewe Fotobuch, Teamviewer (evtl. noch Weitere, aber bei denen habe ich es beobachtet).

Bei Teamviewer beeindruckt mich diese Leistung enorm: so etwas auf Wine aufzubauen erfordert bestimmt immense Programmier- und Systemkenntnisse.

Fragerin 04.11.2015 20:57

Und wieso sieht dann das Skype, dass ich bei anderen Leuten unter Windows gesehen habe, total anders aus?

W_Dackel 04.11.2015 21:12

Ich habe hier seit Langem kein Skype mehr installiert, musste es aber neulich bei einem von mir betreuten Linuxrechner installieren, es läuft definitiv noch mit einer Wine Version.

Als ich es noch nutzte war die Linuxversion immer ein-bis zwei Versionen hinter Der Windows Version her, das kann ein Grund sein,

ein Weiterer könnte sein dass die Linuxversion eine Andere ist als die Windows Version. Das ändert aber nichts daran dass die Linuxversion auf Wine basiert, wahrscheinlich um mit der Win Version gemeinsame Libraries verwenden zu können.

Wine sollte nicht in der Lage sein den Desktop zu verpfuschen, daher nehme ich an dass der TE sich den Desktop mit der Installation des Spiels oder ggf. mit der Installation falscher proprietärer Treiber versaut hat.

Freakay1980 04.11.2015 22:48

Nö nö, keine proprietären Treiber. Da hatte ich ja zuvor gefragt und mich eines Besseren lassen.
Ich habe Linux nochmal neu installiert. Wenn man einmal weiß wie, dann ist man geradezu dankbar dafür, wie schnell und einfach das eigentlich geht. Ich kann mir schon vorstellen, warum Linux beliebt ist.
Das installierte Spiel heißt PlaneShift. Ich habe eine 1GB große.run Datei runtergeladen, ausführbar gemacht und per Doppelklick installiert. Das Spiel lief aber nicht gut, bzw brach es ingame immer wieder ab.
Gut zu wissen, dass nicht überall, wo Linux drauf steht, auch Linux drin steckt. Dass Wine in bestimten Anwendungen schon integriert ist, finde ich natürlich hilfreich für Neulinge wie mich. Allrdings fällt es dann etwas schwer festzustellen, was wirklich für Linux entwickelt wurde und nicht nur ein Workaround ist.
Während ich das schreibe, läuft im Hintergrud die Aktualisierungsverwaltung - sehr komfortabel.

W_Dackel 04.11.2015 23:16

"Runterladen und installieren" wie in Windows tut man sich unter Linux nur an wenn es gar nicht anders geht.

Wenn man Windows Methoden anwendet riskiert man auch instabile Systeme- wie unter Windows.

Unter Linux schaut man erstmal nach ob der eigene Paketmanager das gewünschte Programm zur Verfügung stellt (unter Ubuntu z.B. über das "Software Center").

Wenn nicht schaut man ob man ein vertrauenswürdiges Repository für die eigene Distri und Linuxversion findet die es zur Verfügung stellt und bindet dieses ein - und installiert dann über das Softwarecenter / den Paketmanager.

Das hat zwei Vorteile: 1. der Paketmanager erkennt ob das Paket zur eigenen Installation passt oder ob es Konflikte gibt. Wenn Konflikte drohen installiert er nicht sondern bietet Fehlermeldungen und Lösungsmöglichkeiten an. Wenn man unsicher ist kann man die Installation also abbrechen bevor etwas schief geht.

2. Das so installierte Programm wird vom Paketmanager automatisch zusammen mit dem Betriebssystem und den anderen Programmen aktualisiert sobald man "aktualisieren" auswählt. Außerdem meldet er sich wenn Programmaktualisierungen vorliegen.

Freakay1980 05.11.2015 20:48

Laufen Programme, denen man mit Wine eine Kompatibilität förmlich aufzwingt, zwangsläufig schlechter? Ich könnte mir denken, dass das durchaus Leistungseinbußen mit sich bringt.
Die Frage stellt sich mir, weil ich mir prinzipiell schon vorstellen könnte, langfristig so weit wie möglich auf Linux umzusteigen. Auf meine Spiele möchte ich dabei allerdings nicht verzichten, wobei ich meist eh nicht die allerneusten Spiele habe.

cosinus 05.11.2015 21:53

Ganz ehrlich, ich würde von wine die Finger lassen und nur nutzen wenn es unbedingt sein muss - zB wenn du UNBEDINGT IrfanView unter Linux verwenden willst. Aber sonst gibt es immer gute oder gar bessere Alternativen nativ unter Linux über die Paketverwaltung. Immer erst da suchen und recherchieren.

Bei Spielen kann man pauschal nix sagen, das ist AFAIK immer ein Einzelfall. Bin da aber überhaupt kein Gamer. Grundsätzlich sagt man, dass Gamer Windows nutzen sollten.

W_Dackel 05.11.2015 23:09

Mit Wine laufen die Programme nicht zwangsläufig schlechter, aber doch viele. Viele haben dann kleine Bugs oder laufen in bestimmten Modi oder Optionen nicht richtig. Ich bin wegen vieler Bastelei von Wine abgekommen, habe ein XP auf einer Virtualbox laufen und für Programme die wirklich HW benötigen (noch) Dual Boot.

Manche Gamer arbeiten mit "Cedega" einer kostenpflichtigen Wine Version auf der mehr zu laufen scheint. Auf den Wine Seiten und Cedega Seiten findet man auch Listen was läuft und was nicht, aber ich würde wenn ich Gamer wäre wohl einen Gaming PC unter Windows behalten.

Fragerin 06.11.2015 08:24

Also ich hatte Wine das letzte Mal drauf, als ich Fallout2 gespielt habe. Das war damals schon nicht mehr das neueste Spiel, deswegen war die Performance OK. Aber es so einzustellen, dass das Spiel funktionierte, war ziemlich schwierig und zum Teil auch Glückssache.

iceweasel 13.11.2015 10:20

Als Linux-Anwender verzichte ich einfach auf Windows-Programme. Würde ja auch nie versuchen ein iOS-Programm auf meinem Android-Smartphone ans laufen zu bekommen. Da sollte man dann einfach konsequent sein. Gibt ja auch ein paar nette Linux-Spiele zur Unterhaltung oder Flash bzw. HTML5-Spiele. Einfach mal im Internet suchen.

cosinus 13.11.2015 10:32

Es gibt aber auch richtig gute Emulatoren wie zB DOSBox oder ScummVM. Ok, weniger Windows, das ist mehr DOS ;)

Freakay1980 13.11.2015 15:52

@ice
Auf Teufel komm raus zum Laufen bringen liegt auch nicht in meiner Absicht. Aber wenn es regelmäßig gut funktionieren würde, dann... warum nicht?
Im Moment spiele ich z.B. gerne ein Hack&Slash MMO namens Path of Exile. Ist so ähnlich wie Diablo 3, nur besser.

@cosinus
DOS ist mir jetzt echt ein wenig zu retro, obwohl ich da auch noch Spiele in Erinnerung habe, die richtig gut waren.

Ich bleibe wohl einfach bei 2 Systemen vorerst. Die wichtigen Dinge mache ich mit Linux, Spiele weiter unter Windows. Irgendwann probiere ich mal aus, wie eine VM auf Linux läuft bzw wieviel Leistungseinbußen ich dabei hinnehmen muss.

cosinus 13.11.2015 22:24

DOS ist ja auch kein Selbstzweck. Aber ich zock hin und wieder gerne alte DOS-Games zB XCOM Terror from the deep oder die alten LucasArts Adventures wie Monkey Island oder Indiana Jones - die dann über ScummVM.

Wo du grade von VM sprichst, ich hab erst kürzlich meinen Büro-PC von Windows auf Linu umgestellt und das installierte Windows in eine Oracle VirtualBox VM verfrachtet. Das Ding rennt jettzt wie Sau. Hab den Eindruck die VM ist doppelt so schnell wie das nativ installierte Windows 7.

Fragerin 14.11.2015 08:56

Wenn das mal bei mir auch so wäre! Jetzt, wo ich genug RAM habe, ist die CPU ständig auf 100. Und Spiele gehen gar nicht vor lauter Lags, weil mit meiner Grafikkarte die Hardwarebeschleunigung nicht funktioniert. Ich meine jetzt die standardmäßigen Windows-Spiele. Habe gestern mal zum Vergleich das Patience-Paket isleriot für Linux runtergeladen und ein paar Runden Spider gespielt - gar kein Vergleich, das Aussehen der Spielkarten ist allerdings auch einfacher gestaltet. Aber unter Win kann man die visuellen effekte in den Spieloptionen nicht ausschalten, das Kästchen ist angehakt und ausgegraut.
Nicht, dass ich das jetzt wichtig finde - wenn die Spiele gut laufen, muss ich sie eh in ein-zwei Wochen deinstallieren, weil ich sonst weiterspiele, ohne es eigentlich noch interessant zu finden.

cosinus 14.11.2015 18:38

Hm...bei mir ist das andersrum. Ich kann dieses Eyecandy-Gedöns in der Windows-VM garnicht einschalten. Nicht das ich das bräuchte, aber versuchsweise mal Aero aktiviert in der VM - geht nicht. Ist wohl auch besser so :blabla: :party:


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