Vertrauenswürdigkeit von Kaspersky Kaspersky macht ja schon seit längerem über gute Testergebnisse seiner Scan-Engine auf sich aufmerksam.
Ich stelle mir schon seit längerem die Frage inwieweit man der Unabhängigkeit von Kaspersky vertrauen kann. In Russland scheint niemand Geschäfte in der Größenordnung machen zu können ohne das der Staat seine Finger im Spiel hat insbesondere bei solch heiklen Sicherheitsthemen. Wenn man dann noch bedenkt, dass Mr. Kaspersky ein Ex-KGB'ler ist...
Ich denke, dass das für den Heim-User oder für KMUs uninteressant ist. Aber bei staatlichen Einrichtungen oder größeren Konzernen (Industriespionage) hätte ich da schon eher Bedenken, dass Kasperksy die eine oder andere gezielte Attacke durch den russischen Geheimdienst durchlassen muss. So eine Diskussion gab es ja schon damals mit den amerikanischen AV-Herstellern Symantec, TrendMicro etc. Es gab da Gerüchte, dass diese gegenüber der NSA ein Commitment abgeben mussten, Spionage-Tools wie Lantern und Carnivore durchzulassen. Und hierzulande geht's ja mit dem Bundestrojaner auch schon los.
Wenn sowas rauskommt, kann sich Kaspersky natürlich vom Markt verabschieden. Aber bei den Russen lässt sich sowas sicherlich besser verstecken als anderswo. Und bei gezielten Attacken kann man sich immer noch rausreden, dass man diese über Signaturen und Heuristik nicht finden kann.
Mich würde mal interessieren, was andere darüber denken. Im Netz habe ich zumindest noch keinen gefunden, der einen ähnlichen Gedanken/Verdacht verfolgt hat. |